Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder fordert flexiblere Regulierungsstrukturen
Alex Hoffmann · Sep 24, 2026

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder fordert flexiblere Regulierungsstrukturen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat im Rahmen der laufenden Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 einen anpassungsfähigeren Regulierungsrahmen gefordert, während die Aufsicht mit technologischen Entwicklungen, neuen Geschäftsmodellen und illegalen Aktivitäten Schritt halten muss; die Behörde blickt dabei auf fünf Jahre Betrieb zurück und präsentiert dabei aktuelle Zahlen zu Durchsetzungsmaßnahmen sowie zu den Fortschritten bei der Kanalisierung des Marktes.
Aktuelle Entwicklungen bei der Überprüfung des GlüStV 2021
Im Zuge der fortlaufenden Evaluation des Interstate Treaty on Gambling 2021 betont die GGL die Notwendigkeit, regulatorische Instrumente flexibler zu gestalten, damit sie auf Veränderungen in der Technologie und bei Geschäftsmodellen reagieren können, während gleichzeitig illegale Angebote wirksam bekämpft werden; diese Position wurde in einem Bericht dargelegt, der die Ergebnisse aus fünf Betriebsjahren zusammenfasst und auf die Herausforderungen eingeht, die sich aus der dynamischen Marktentwicklung ergeben.
Enforcement-Zahlen und operative Erfolge
Die Behörde verzeichnete einen deutlichen Anstieg bei den Durchsetzungsmaßnahmen, wobei die Verbotsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 anstiegen, und bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Websites unzugänglich gemacht wurden; diese Entwicklung spiegelt die intensivierte Überwachung wider, die auf Basis der bestehenden gesetzlichen Grundlagen umgesetzt wird und dabei sowohl präventive als auch repressive Instrumente einsetzt.
Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Kanalisierungsstudie
Eine wissenschaftliche Studie zur Kanalisierung zeigte, dass im Jahr 2024 etwa 77 Prozent des deutschen Online-Glücksspielmarktes über regulierte Kanäle liefen, was auf eine zunehmende Akzeptanz legaler Angebote hinweist, während die Behörde gleichzeitig betont, dass weitere Anpassungen erforderlich sind, um diesen Anteil nachhaltig zu sichern und illegale Plattformen weiter einzudämmen; die Daten stammen aus Erhebungen, die im Kontext der laufenden Vertragsüberprüfung ausgewertet wurden und die Effektivität der bisherigen Maßnahmen belegen.

Herausforderungen durch Technologie und illegale Aktivitäten
Technologische Fortschritte und sich wandelnde Geschäftsmodelle erfordern nach Ansicht der GGL eine Regulierung, die schneller auf neue Entwicklungen reagieren kann, denn illegale Anbieter nutzen oft innovative Plattformen, um bestehende Beschränkungen zu umgehen, während die Behörde in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten ausgebaut hat, um mit diesen Veränderungen mitzuhalten und die Spielerschutzziele des GlüStV 2021 umzusetzen; Beobachter notieren, dass die gestiegenen Verfahrenszahlen auf eine effektivere Koordination zwischen den Ländern zurückzuführen sind.
Perspektiven für die kommenden Monate
Im September 2026 wird die Überprüfung des Staatsvertrags voraussichtlich weitere Impulse setzen, da die GGL ihre Forderungen nach mehr Anpassungsfähigkeit mit den gesammelten Erfahrungen aus fünf Betriebsjahren untermauert und dabei auf die Notwendigkeit verweist, Aufsichtsmechanismen kontinuierlich zu evaluieren, um den Marktanteil regulierter Angebote zu stabilisieren und illegale Aktivitäten weiter zurückzudrängen; die vorliegenden Statistiken dienen hierbei als Grundlage für künftige Anpassungen.
Schlussfolgerung
Die von der GGL vorgelegten Daten und Positionen verdeutlichen, wie die Aufsichtsbehörde auf Basis von fünf Jahren Erfahrung die Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens vorantreibt, wobei die gestiegenen Enforcement-Zahlen und die Ergebnisse der Kanalisierungsstudie als zentrale Elemente fungieren; weitere Informationen finden sich in dem Bericht zur GGL-Aktivität, der die genannten Statistiken und Forderungen detailliert darlegt.